Pressestimmen:
Berührende Ausdruckskraft
Konzert zum 200.Geburtstag von Robert Schumann im
Hans-Schuster-Haus
von Georg Füchtner
„Was gibt es Schöneres, als Menschen mit Musik zu
berühren“
lautet das Motto der Sopranistin Johanna Weiß, die zusammen mit dem
Pianisten
Christoph Declara einen romantischen Konzertabend gestaltete. Auf dem
anspruchsvollen Programm standen Werke von Robert Schumann und Johannes
Brahms.
Und tatsächlich waren zahlreiche Hörer von der herrlichen Musik bald
spürbar
ergriffen…
In „Frauenliebe und –leben op.42“
gelang Johanna Weiß ein
bewegender Auftritt. Mal sehsuchtsvoll wie in „Seit ich ihn
gesehen“, mal
lebhaft erregt, dann wieder voller inniger Zartheit durchmaß die
hübsche
Sängerin mit ihrem hellen, raumfüllenden Sopran den ganzen
Gefühlskosmos einer
liebenden Frau. Declara begleitete die acht Lieder mit den
gefühlstrunkenen Versen Chamissos angenehm zurückhaltend und
in klanglich stimmiger Balance zum Gesang der Sopranistin.
Johanna Weiß modulierte makellos bis in die feinsten
gesanglichen Nuancen, artikulierte den schwierigen Text klar und
deutliche und
gewann zudem die Hörer mit ihrem sympathischen Lächeln.
Oberbayerisches Volksblatt, 9.November 2010
Einfühlsames Duett der Liebenden
„Frauen, Liebe, Leben und Tod“: Hommage an Robert
Schumann
begeistert Publikum
von Arno Preiser
Zu Beginn präsentierten die Musiker „Sechs Gesänge“,
bearbeitet für Sopran und Quartett von Aribert Reimann. Mit biegsamem
Sopran
setzte Johanna Weiß Akzente in das romantisch-expressionistische
Klangbild.
Mit „Herzeleid“ als schwermütigem Beginn fand die
Sängerin
bei Mörikes „Gärtner“ zu wienerischem Schwung. Sie färbte das Lied „Die
Spinnerin“ eintönig melancholisch, dem sich drehenden Spinnrad
nachempfunden.
Mit schwärmerischer Melodik sang sie „Im Walde“, und das „Abendlied“
rundete
den Zyklus ab.
Münchener Merkur, 3. November 2010
Von Schmerz und Hoffnung
Solistinnen singen Giovanni Battista Pergolesis „Stabat
Mater“ in der Wallfahrtskriche Flochberg
Anlässlich des 300. Geburtstags des Komponisten Giovanni Battista
Pergolesi haben am Sonntagabend hochkarätige Münchner und
Augsburger Musiker in der Wallfahrtskirche Flochberg dessen 1736
komponiertes Werk „Stabat Mater“ aufgeführt.
Was das Konzert zu einem besonderen Hörgenuss machte war die
große Harmonie der beiden Singstimmen, der ungekünstelte,
geerdete Sopran Johanna Weiß’ und die fast helle Klangfarbe
des Alts Karin Benedikters .Sowohl in den einzelnen Duetten als auch in
den sehr schönen Solo-Arien erwiesen sich die beiden
Sängerinnen als glänzende Interpretinnen einer ganzen Palette
von Gefühlen, die sich in diesem faszinierenden Werk, das auf
einem Gedicht aus dem 13. Jahrhundert basiert, wiederfinden.
© Schwäbische Post 08.03.2010
Begeisternder Konzertabend
Johanna Weiß sang spätromantische Lieder in der Priener
Christuskirche
Ein seltener Kunstgenuss war in der gutbesetzten Christuskirche in
Prien zu erleben. Die Rosenheimer Sopranistin Johanna Weiß trug,
begleitet von der Pianistin Rebekka Höpfner, spätromantische
Lieder von Korngold,Reger und Strauss vor.Mit viel Charme und
Darstellungskunst verstand es Johanna Weiß den Humor, die
Heiterkeit, aber auch die ernstere Stimmung der Gesangsstücke den
Zuhörern nahe zu bringen. Der warme Klang ihrer Stimme
erfüllte den Kirchenraum, leise und zarte Töne standen ihr
ebenfalls zur Verfügung.
Winterstürme, Wahn und Wonnemond
von Ingeborg Kalkus (Orpheus Opernjournal)
Mit schlanker ausgeglichener Stimme gab Johanna Weiß der Ballade
der Senta liedhaft-rhapsodischen Zuschnitt. Danach vereinten sich die
Stimmen des auch optisch attraktiven Paares in „Das
süße Lied verhallt“ aus Lohengrin. In „O sink
hernieder, Nacht der Liebe“ aus Tristan und Isolde bewiesen beide
Solisten mit bewundernswerter Ausdruckskraft welch tiefe innere
Beziehung sie zu diesem Komponisten haben. Den Abschluss bildete ein
halbszenischer Ausschnitt aus der Walküre, in welchem die beiden
Solisten mit beeindruckender Tonsubstanz und gestalterischer
Präsenz ein anrührendes Portrait des Wälsungenpaares
zeichneten.
Veritable Winterstürme
Ein Wagner-Abend im Kultur – und Kongresszentrum
von Rainer W. Janka
Das Duett „O sink hernieder, Nacht der Liebe“, war
ansprechend, weil sich die helle Schärfe des Soprans gut mit dem
artikulationsscharfen kopfig-hellen Tenor mischte und beide auch echte
Operndramatik spüren ließen. Beide Stimmen wenden sich
wirklich, wie es im Programmheft heißt, „zunehmend dem
jugendlich-dramatischen Fach zu“, und als Zuschauer ist man ja
sowieso froh, so frische und jugendliche Protagonisten singen und
spielen zu sehen [...]
[...] Beide
sangen auch prononciert dramatisch mit höchstem Einsatz.
Johanna Weiß und Michael Suttner ließen sich in der
Erkennungsszene von Siegmund und Sieglinde aus der
„Walküre“ voll auf das von Wagner geforderte Singen
und Spielen zugleich ein, artikulierten sehr verständlich und
lieferten eine veritable Opernszene. Langer und heftiger Beifall
belohnten dieses Wagnis.
Exquisites Programm
Liederabend in der Michaelskirche
von Rainer W. Janka
Der Sopran von Johanna Weiß ist mädchenhaft klar, sehr
linear geführt und bei den entsprechenden Liedern dramatisch
geschärft. Gut liegen der Stimme die
romantisch-schwärmerischen Lieder von Mendelssohn Bartholdy. Am
natürlichsten fließend ist der Sopran von Johanna Weiß
ausgerechnet beim schwersten Stück des Abends, Schumanns
„Mondnacht“. Leicht erklimmt sie die entrückten
Höhen und weit schwingt ihre Stimme aus.
Piano und forte
Ein italienischer Sommernachtstraum sollte es werden.
Doch ausgerechnet für diesen Tag hat sich Petrus englisches
Herbstwetter ausgesucht. Doch Johanna Weiß beeindurckt mit leisen
Tönen ,wie etwa wenn sie bei Francesco Cilèas „Io son
l’umile ancella“ ganz leise in schwindelerregender
Höhe endet, und den Ton ausklingt wie ein Seufzer, so als
stünde keinerlei Anstrengung dahinter.
Es folgen ein weiteres Kleinod mit Giacomo Puccinis „O mio
babbino „ und als Zugabe George Gershwins
„Summertime“, in dem Johanna Weiß wieder jene
„sanfte Stärke“ zeigt und mit zarten Tönen
Gänsehaut zaubert. Wer bei diesem Programm nicht von lauen
Sommernächten träumt, dem ist nicht zu helfen. OVB
Estrada Monaco mit Dame im Ballhaus
Johanna Weiß führte mit einer Arie von Francesco Cilea
eine große tragende Opernstimme vor, mit dem todtraurigen Liebeslied
„Send in the clowns“ Gefühl und Sentiment, in einer Arie aus „La Wally“
phänomenale Höhe und Standfestigkeit. “Summertime“ von Gershwin nahm
sie lebendig und leicht mit gutem Gespür für die „blue notes“. OVB
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